Ratingberatung der IMS New Technologies AG

Ratingberatung: Ihre Bank hat eine Note für Sie. Sie kennen sie nicht.

Jedes Kreditinstitut ist aufsichtsrechtlich verpflichtet, Sie zu bewerten. Diese Note entscheidet über Ihren Zinssatz, über Ihre Sicherheitenlast, über die Entscheidungsebene im Haus und über die Frage, ob Ihre Linie verlängert wird. Sie entsteht zu einem erheblichen Teil aus Faktoren, die Sie kurzfristig beeinflussen könnten – wenn Sie wüssten, welche es sind.

Grundlage: Basel III (Reformpaket 2017) · Verordnung (EU) Nr. 575/2013 (CRR) i. d. F. der VO (EU) 2024/1623 (CRR III) · Richtlinie 2013/36/EU i. d. F. der RL (EU) 2024/1619 (CRD VI) · §§ 10, 18, 25a KWG · MaRisk BTO 1.2 und BTO 1.4 · EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe und Überwachung (EBA/GL/2020/06)
Unser Angebot

Ratingberatung: Sie kennen Ihre Note, bevor die Bank sie vergibt

Die IMS New Technologies AG bereitet mittelständische Unternehmen auf das Rating ihrer Bank vor. Wir rechnen nach Bankenlogik, bewerten die Soft Facts so, wie Institute sie abfragen, und machen daraus eine belastbare Grundlage für Ihr nächstes Kreditgespräch. Typischerweise besteht ein Rating zu rund 60 % aus Hard Facts; die Gewichtung ist je nach Bank oder Agentur unterschiedlich. Beide Seiten bearbeiten wir.

Hard Facts

Ratingdiagnose

Strukturbilanz nach Bankenlogik, Kennzahlen im Branchenvergleich und Ihre Kapitaldienstfähigkeit, mehrjährig und mit Stressszenario.

Soft Facts

Soft-Fact-Audit

Führung und Nachfolge, Planung und Controlling, Transparenz, Marktstellung, Risiken und Kontoführung, geprüft entlang der Module, die Institute abfragen.

Wirkung

Simulation und Massnahmenplan

Welche Massnahme bringt wie viel? Priorisiert nach Wirkung je Aufwand und ausgerichtet auf Bilanzstichtag und Prolongationstermin.

Bankgespräch

Bankendossier und Begleitung

Unterlagen, die der Analyst ohne Rückfragen verarbeiten kann, eine Argumentation entlang der erwartbaren Einwände und auf Wunsch die Begleitung des Gesprächs.

Auskunfteien

Prüfung der Bonitätsdaten

Abgleich der über Ihr Unternehmen gespeicherten Auskunfteidaten mit Ihren Unterlagen. Fehler zeigen wir auf; die Geltendmachung Ihrer Rechte bleibt bei Ihnen oder Ihrem Rechtsberater.

Mandatsformen

Einmalig oder begleitend

Ratingcheck vor einem konkreten Anlass, begleitende Betreuung über den Bilanzstichtag, Zweitmeinung zu einer bestehenden Finanzierung oder Nachprüfung nach Umsetzung.

Wir arbeiten unabhängig von Banken und Vermittlern und erhalten keine Provisionen.

Grundlagen

Was ein Rating ist – und was es nicht ist

Ein Rating ist die verdichtete Aussage über die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kreditnehmer seinen Zahlungsverpflichtungen innerhalb eines definierten Zeithorizonts – regelmässig zwölf Monate – nicht nachkommt. Es ist keine Unternehmensbewertung, keine Aussage über den Wert Ihres Betriebes und kein Qualitätsurteil über Ihre Person. Es ist eine Schätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit, im Fachbegriff der Probability of Default.

Was als Ausfall gilt, ist nicht Auslegungssache, sondern normiert: Art. 178 der Verordnung (EU) Nr. 575/2013 definiert ihn über zwei alternative Tatbestände – die Unwahrscheinlichkeit der vollständigen Erfüllung ohne Verwertung von Sicherheiten sowie den Verzug einer wesentlichen Verbindlichkeit von mehr als neunzig aufeinanderfolgenden Tagen. Auf diesen Fixpunkt ist jedes Ratingverfahren kalibriert.

EL  =  PD  ×  LGD  ×  EAD
Erwarteter Verlust gleich Ausfallwahrscheinlichkeit mal Verlustquote bei Ausfall mal Forderungshöhe zum Ausfallzeitpunkt. Diese Gleichung ist der Schlüssel zum gesamten Kreditgespräch: Sie beeinflussen die PD über Ihr Rating, die LGD über Ihre Sicherheiten und die EAD über Struktur und Inanspruchnahme Ihrer Linien. Wer nur über den Zinssatz verhandelt, verhandelt über das Ergebnis statt über die Ursache.

Die Ratingpflicht der Banken ist kein Marktverhalten, sondern Aufsichtsrecht. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht legte mit Basel II erstmals fest, dass die Eigenkapitalunterlegung eines Kredits von der Bonität des Schuldners abhängt – zuvor galt eine pauschale Unterlegung ohne Bonitätsdifferenzierung. Basel III verschärfte Qualität und Quantität der Eigenmittel und wurde mit dem Reformpaket von 2017 abgeschlossen, das in der Praxis vielfach als Basel IV bezeichnet wird. Unionsrechtlich umgesetzt ist dies in der CRR und der CRD IV, fortgeschrieben zuletzt durch das Bankenpaket aus Verordnung (EU) 2024/1623 (CRR III, anwendbar seit 01.01.2025) und Richtlinie (EU) 2024/1619 (CRD VI, anzuwenden seit 11.01.2026).

Für Sie als Mittelständler folgt daraus vor allem eines: Ihre Bank will Ihre Unterlagen nicht – sie schuldet deren Anforderung. § 18 KWG verpflichtet das Institut, sich die wirtschaftlichen Verhältnisse offenlegen zu lassen und laufend zu überwachen. Wer die Offenlegung verweigert oder verschleppt, zwingt sein Institut in eine Regelverletzung – und das Institut löst diesen Konflikt zu seinen Gunsten, nicht zu Ihren.

Kapitalunterlegung

Zwei Ansätze

Der Kreditrisiko-Standardansatz stellt auf externe Ratings anerkannter Agenturen ab; der auf internen Ratings basierende Ansatz erlaubt der Bank die eigene Schätzung der Ausfallwahrscheinlichkeit.Art. 111 ff. CRR · Art. 142 ff. CRR

Mittelstandsfaktor

KMU-Unterstützung

Für Forderungen an kleine und mittlere Unternehmen sieht die CRR einen Faktor vor, der die Kapitalanforderung absenkt: Die risikogewichteten Beträge werden bis 2,5 Mio. EUR mit 0,7619 und darüber mit 0,85 multipliziert – ein politisch gewollter Effekt, der unmittelbar in die Kondition durchschlägt.Art. 501 CRR · Art. 123 CRR (Mengengeschäft)

Spreizung

Output-Floor

Die Ergebnisse interner Modelle dürfen 72,5 % des Standardansatzes nicht unterschreiten; der Wert wird stufenweise eingeführt, von 50 % im Jahr 2025 bis zum vollen Satz ab 2030. Nach unserer Einschätzung wird der Abstand zwischen guter und schlechter Bonität dadurch eher grösser als kleiner.Art. 92 Abs. 3 CRR · Art. 465 CRR i. d. F. der CRR III

Ablauf

Wie ein Bankrating abläuft – in sieben Schritten

Das Verfahren unterscheidet sich je nach Institut im Detail, folgt aber fast überall derselben Logik. Wer sie kennt, kann jeden Schritt vorbereiten.

Unterlagen anfordern

Die Bank verlangt Jahresabschlüsse, unterjährige Zahlen (BWA mit Summen- und Saldenliste), Planungsrechnungen und Angaben zu Sicherheiten. Dazu ist sie nach § 18 KWG verpflichtet.

Strukturbilanz und Finanzrating

Der Abschluss wird nach Bankenlogik umgegliedert und bereinigt. Daraus entstehen die Kennzahlen zu Vermögen, Ertrag, Verschuldung und Liquidität – die Hard Facts.

Qualitative Bewertung

Im Gespräch mit der Geschäftsleitung und anhand von Unterlagen bewertet der Betreuer die Soft Facts: Führung, Nachfolge, Planung, Controlling, Markt, Risiken und Informationsverhalten.

Kontodaten und Warnsignale

Kontoführung, Überziehungen, Rücklastschriften und Zahlungsrückstände fliessen weitgehend automatisch ein. Warnsignale führen zu Abschlägen.

Ratingnote und Übersteuerung

Das Verfahren verdichtet alle Teile zu einer Note, die einer Ausfallwahrscheinlichkeit zugeordnet ist. Der Analyst kann sie begründet übersteuern; die Gründe sind zu dokumentieren. Wie weit das zu Ihren Gunsten geschieht, hängt stark von Ihrer Transparenz ab.Art. 172 Abs. 3 CRR

Kreditentscheidung und Kondition

Note, Kapitaldienstfähigkeit und Sicherheiten bestimmen, ob und zu welchen Bedingungen finanziert wird: Zins, Sicherheiten, Laufzeit, Auflagen und Entscheidungsebene im Haus.

Laufende Überwachung

Das Rating wird mindestens jährlich mit dem neuen Abschluss und bei wesentlichen Veränderungen neu erstellt. Die Kontodaten werden fortlaufend ausgewertet.

Die drei Ebenen

Es gibt nicht „das" Rating – es gibt drei getrennte Ebenen

Diese drei Ebenen werden in der Praxis regelmässig verwechselt. Sie folgen unterschiedlichen Regeln, haben unterschiedliche Adressaten und werden mit unterschiedlichen Mitteln beeinflusst.

1

Interne Bankratings – das für Sie entscheidende Verfahren

Jede Bankengruppe betreibt eigene Verfahren. In der Sparkassen-Finanzgruppe werden sie zentral entwickelt und über die Sparkassen-Rating- und Risikosysteme bereitgestellt; im genossenschaftlichen Verbund stehen die Verfahren des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken. Privatbanken wie Commerzbank und Deutsche Bank sowie die Landesbanken unterhalten jeweils eigene Systeme. Alle Verfahren sind nach Segmenten differenziert – Firmenkunden, Gewerbekunden, Freiberufler, Existenzgründer, Immobiliengeschäft – mit jeweils eigener Merkmalsgewichtung. Die Folge: Dasselbe Unternehmen erhält bei drei Instituten drei verschiedene Noten. Wer bei einer Bank abgelehnt wird, ist nicht bei allen abgelehnt.

§ 25a KWG · MaRisk BTO 1.4 (Risikoklassifizierungsverfahren) · Art. 142 ff. CRR
2

Auskunfteien – der unterschätzte Zweitmarkt

Creditreform, CRIF, Dun & Bradstreet und für bestimmte Konstellationen die SCHUFA steuern nicht Ihr Bankrating, wohl aber Ihren Lieferantenkredit, die Limite Ihrer Warenkreditversicherer und die Zahlungsziele, die man Ihnen einräumt. Der Gerichtshof der Europäischen Union hat mit Urteil vom 7. Dezember 2023 entschieden, dass die Erstellung eines Wahrscheinlichkeitswerts über die Zahlungsfähigkeit eine automatisierte Entscheidung darstellen kann, wenn Dritte massgeblich darauf gestützt entscheiden. Daraus folgt ein konkreter, oft übersehener Hebel: Auskunft, Berichtigung, Löschung. Fehlerhafte Auskunfteidaten sind ein häufiger und vergleichsweise schnell behebbarer Bonitätsschaden.

EuGH, Urteil vom 07.12.2023, Rs. C-634/21 (SCHUFA Holding – Scoring) · Art. 22 Abs. 1, Art. 15, Art. 16 DSGVO · § 31 BDSG
3

Externe Ratingagenturen – für den Mittelstand regelmässig ohne Bedeutung

Ratingagenturen unterliegen einem eigenen Zulassungs- und Aufsichtsregime und können aufsichtsrechtlich als anerkannte Bewertungsstelle fungieren. Für den typischen Mittelständler steht der Aufwand in keinem Verhältnis zum Kreditvolumen. Wer Ihnen ein externes Rating verkaufen will, ohne diesen Punkt anzusprechen, verkauft Ihnen etwas, das Sie nicht brauchen.

VO (EG) Nr. 1060/2009 i. d. F. der VO (EU) Nr. 462/2013 · Art. 135 CRR
Bank oder Ratingagentur – die Unterschiede
MerkmalInternes BankratingExterne Ratingagentur
Wer beauftragtDie Bank selbst, für jeden KreditnehmerIn der Regel das Unternehmen selbst
ZweckKreditentscheidung, Preis, Eigenkapitalunterlegung der BankBonitätsaussage für Investoren, Anleihegläubiger, Geschäftspartner
RegelwerkCRR, KWG, MaRisk; Verfahren von der Bankenaufsicht geprüftRegistrierung und Aufsicht nach VO (EG) Nr. 1060/2009
GewichtungIm Verfahren festgelegt und statistisch kalibriert; Hard Facts typischerweise rund 60 %, Gewichtung je nach Institut und Segment unterschiedlichVon den Analysten im Einzelfall festgelegt; qualitative Bereiche wie Geschäftsmodell und Management haben eigenes Gewicht
ErgebnisInstitutsspezifische Notenskala, Ausfallwahrscheinlichkeit, nicht veröffentlichtSkala von AAA bis D, häufig veröffentlicht
KostenKeine gesonderten Kosten, wirkt über die KonditionHonorar, in der Regel vom Unternehmen getragen
Bedeutung im MittelstandHoch: entscheidet über Kredit und ZinsMeist gering; sinnvoll vor allem bei Kapitalmarktfinanzierung
Die quantitative Seite

Hard Facts – Ihre Vergangenheit, in Kennzahlen übersetzt

Die Bank übernimmt Ihren Jahresabschluss nicht ungeprüft. Sie überführt ihn in eine Strukturbilanz: Bereinigung um nicht betriebsnotwendiges Vermögen, Umgliederung von Gesellschafterdarlehen, Behandlung ausstehender Einlagen, Korrektur stiller Lasten und Reserven, Neutralisierung von Sondereffekten. Ihre Note beruht nicht auf der Bilanz, die Sie einreichen, sondern auf der, die die Bank daraus baut.

Block I

Vermögens- und Kapitalstruktur

Eigenkapitalquote, wirtschaftliches Eigenkapital, Anlagendeckung, Fristenkongruenz. Gesellschafterdarlehen werden nur dann als eigenkapitalähnlich anerkannt, wenn ein qualifizierter Rangrücktritt vorliegt – eine Erklärung, die nichts kostet und regelmässig unterbleibt.§§ 242 ff., 264 ff. HGB · § 39 Abs. 2 InsO

Block II

Ertragslage

EBIT- und EBITDA-Marge, Gesamtkapital- und Eigenkapitalrendite, Materialaufwands- und Personalaufwandsquote – jeweils im Branchenvergleich, nicht absolut. Eine Marge ist nur im Verhältnis zur Vergleichsgruppe aussagekräftig.

Block III

Verschuldung und Kapitaldienst

Dynamischer Verschuldungsgrad als Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA, Zinsdeckungsgrad – und als zentrale Grösse die Kapitaldienstfähigkeit, der ein eigener Abschnitt gewidmet ist.DRS 21 (Kapitalflussrechnung)

Block IV

Liquidität und Working Capital

Debitoren- und Kreditorenlaufzeit, Vorratsumschlag, Cash Conversion Cycle. Hier liegt in vielen Betrieben mehr ungenutzte Liquidität als in jeder Kreditverhandlung zu holen wäre.

Ist-Daten und Plandaten: Zu den Hard Facts zählen nicht nur die Zahlen der Vergangenheit – Jahresabschluss, BWA und Summen- und Saldenliste –, sondern auch die zukunftsgerichteten Rechnungen: Plan-Erfolgsrechnung, Planbilanz, Liquiditäts- und Investitionsplanung. Banken prüfen bei Planzahlen vor allem Herleitung, Plausibilität und wie genau frühere Planungen eingetroffen sind.
Zur Bilanzpolitik: Die Ausübung von Wahlrechten – Abschreibungsmethoden nach § 253 HGB, Rückstellungsbildung nach § 249 HGB, Aktivierungswahlrecht für selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände nach § 248 Abs. 2 HGB – verändert Ihre Kennzahlen. Erfahrene Analysten erkennen und neutralisieren solche Gestaltungen. Eine erklärte Gestaltung ist unproblematisch; eine unerklärte erzeugt Misstrauen und schlägt über die Soft Facts negativ zurück.
Die qualitative Seite – hier liegt Ihr Hebel

Soft Facts – hier entscheidet sich Ihr Rating

Der Punkt, den die meisten Unternehmer nicht verstehen: Die Hard Facts bilden die Vergangenheit ab und sind kurzfristig nicht veränderbar. Ein schwaches Bilanzjahr ist ein Faktum. Die Soft Facts hingegen bewerten Zukunftsfähigkeit und Steuerungsqualität – und sie sind innerhalb weniger Wochen substantiell verbesserbar. Der gesamte kurzfristige Handlungsspielraum liegt hier.

Typischerweise besteht ein Mittelstandsrating zu rund 60 % aus Hard Facts; die Gewichtung ist je nach Bank oder Agentur unterschiedlich. Jede Bank und jede Ratingagentur gewichtet nach ihrem eigenen Verfahren. In Untersuchungen und Praxisdarstellungen reicht der Anteil der qualitativen Faktoren bei Banken meist von etwa einem Fünftel bis zur Hälfte; Ratingagenturen legen die Gewichtung im Einzelfall durch ihre Analysten fest. Die Gewichtung variiert vor allem mit der Unternehmensgrösse: Je kleiner das Unternehmen, desto höher regelmässig das Gewicht der qualitativen Faktoren – weil die Zahlenbasis dünner und der Einfluss des Inhabers grösser ist. Für den typischen Mittelständler ist das Soft-Fact-Modul damit kein Anhängsel, sondern der entscheidende Teil. Quellen zur Gewichtung: BMWi, GründerZeiten Nr. 14 (10/2021); IHK Heilbronn-Franken (05/2026). Weitere Quellen: Fachliteratur und Studien zu Ratingverfahren von Banken (u. a. Studie im Auftrag der EU-Kommission zu KMU-Ratingsystemen; Fachaufsatz zu qualitativen Indikatoren in Bankratingsystemen, 2018; NWB-Fachbeitrag zur Kennzahlengewichtung), Methodik einer registrierten Ratingagentur sowie Praxiserfahrung der IMS. Einzelnachweise auf Anfrage.
A

Unternehmerqualität und Führung

Fachliche und kaufmännische Qualifikation, Branchenerfahrung, Dauer der Geschäftsbeziehung, Klarheit der Verantwortungsverteilung, Existenz einer zweiten Führungsebene. Zentral und regelmässig vernachlässigt: die Nachfolgeregelung und die Vorsorge für den Ausfall des Inhabers. Ein Unternehmen, dessen Fortbestand am Gesundheitszustand einer einzigen Person hängt – ohne Vertretungsregelung, ohne Vollmachten, ohne dokumentierte Prozesse – ist aus Sicht des Kreditgebers ein Klumpenrisiko in Person.

B

Planung und Controlling

Existenz und Qualität einer integrierten Erfolgs-, Bilanz- und Liquiditätsplanung; Soll-Ist-Vergleich mit Abweichungsanalyse; Aussagekraft der betriebswirtschaftlichen Auswertung; unterjährige Bestandsbewertung; Kalkulation und Nachkalkulation. Eine BWA, die Bestandsveränderungen und zeitliche Abgrenzungen ignoriert, ist für die Bank kein Steuerungsinstrument, sondern ein Indiz für fehlende Steuerung.

C

Transparenz und Informationsverhalten

Termintreue bei Jahresabschluss und unterjährigen Zahlen, Vollständigkeit der Unterlagen, Erläuterung von Sondereffekten, Reaktionszeit auf Rückfragen, proaktive Information bei Planabweichungen. Der Massstab sind die handelsrechtlichen Fristen. Wer seinen Jahresabschluss verspätet offenlegt, dokumentiert öffentlich seine Organisationsschwäche – und die Bank liest das mit.

§ 264 Abs. 1 HGB (Aufstellungsfrist) · § 325 HGB (Offenlegung) · § 335 HGB (Ordnungsgeldverfahren)
D

Markt- und Wettbewerbsposition

Kundenstruktur und Abhängigkeit von Grosskunden, Lieferantenabhängigkeit und Beschaffungsrisiken, Auftragsbestand und Auftragsreichweite, Preissetzungsmacht, Konjunktur- und Zyklusabhängigkeit. Ein Umsatzanteil eines einzigen Kunden jenseits einer kritischen Schwelle wird als Risikokonzentration bewertet – unabhängig davon, wie gut die Beziehung ist.

E

Leistungswirtschaft und Substanz

Produkt- und Leistungsqualität, Innovationsfähigkeit, Zustand und Alter des Anlagevermögens, Investitionsstau, Digitalisierungsgrad, Personalstruktur und Fachkräftesicherung. Ein sichtbarer Investitionsstau wirkt doppelt: Er senkt die künftige Ertragskraft und bindet gleichzeitig künftige Liquidität.

F

Nachhaltigkeit (ESG)

Aufgrund der EBA-Leitlinien für die Kreditvergabe, flankiert durch die Nachhaltigkeitsberichterstattung und die Taxonomie-Verordnung, wandert ESG derzeit aus der Kategorie „weicher Zusatzaspekt" in einen eigenständigen Bewertungsblock. Mittelständler sind mittelbar betroffen, weil ihre Bank und ihre grossen Kunden berichtspflichtig sind und die Datenanforderung weiterreichen.

EBA/GL/2020/06 · RL (EU) 2022/2464 (CSRD) i. V. m. ESRS · VO (EU) 2020/852 (Taxonomie)
G

Kontoführungsverhalten – das Modul ohne Ihr Zutun

Auslastung der Kontokorrentlinie, Häufigkeit und Dauer von Überziehungen, Rücklastschriften, Scheck- und Lastschriftrückgaben, Zahlungsverhalten gegenüber Sozialversicherungsträgern und Finanzamt, Kontoumsatzentwicklung im Verhältnis zum Umsatz. Diese Daten liegen Ihrer Bank täglich vor und fliessen in weiten Teilen automatisiert ein – ohne dass Sie eine einzige Unterlage einreichen. Es ist das einzige Modul, das permanent und ungefragt bewertet wird.

H

Risiken und Versicherungsschutz

Banken fragen, ob Sachwerte und Betriebsunterbrechung ausreichend versichert sind, ob Haftungs- und Produkthaftungsrisiken gedeckt sind, ob für nicht versicherte Risiken Rückstellungen bestehen, wie Forderungsausfälle begrenzt werden und ob Pensionszusagen rückgedeckt sind. Ein einziger nicht abgesicherter Schaden kann die Kapitaldienstfähigkeit beseitigen – deshalb gehört eine geordnete Risikobewältigung zu den Soft Facts.

Die zweite Prüfung

Kapitaldienstfähigkeit – das Rating entscheidet über den Preis, die Kapitaldienstfähigkeit über das Ob

Rating und Kapitaldienstfähigkeit sind zwei getrennte Prüfungsgegenstände mit unterschiedlicher Funktion – das wird fast durchgängig verwechselt. Das Rating beantwortet die Frage nach dem Preis: Es bestimmt über die Ausfallwahrscheinlichkeit die Standardrisikokosten, die Eigenkapitalunterlegung und damit die Kondition. Die Kapitaldienstfähigkeit beantwortet die vorgelagerte Frage nach dem Ob: Sie ist die Bedingung, unter der überhaupt ausgezahlt wird.

Ein Unternehmen mit gutem Rating, dessen Kapitaldienstfähigkeit für das beantragte Volumen nicht darstellbar ist, erhält den Kredit nicht – es erhält allenfalls ein kleineres Volumen oder eine gestreckte Struktur. Umgekehrt heilt eine auskömmliche Kapitaldienstfähigkeit ein schwaches Rating nicht, verbessert aber die Verhandlungsposition erheblich, weil sie das zentrale Gegenargument gegen die Bedenken des Analysten liefert. Zugleich ist sie ein gewichtiges Modul innerhalb der quantitativen Ratinganalyse. Sie ist damit Bestandteil der Note und eigenständige Vergabevoraussetzung zugleich – eine Doppelstellung, die keine andere Kennzahl besitzt.

Kapitaldienstfähigkeit bedeutet: die Fähigkeit, Zins und Tilgung aus sämtlichen Finanzierungsverhältnissen dauerhaft aus dem betrieblichen Innenfinanzierungsvolumen zu erbringen – ohne Veräusserung von Vermögenssubstanz, ohne neue Kredite, ohne Verwertung von Sicherheiten.

DSCR  =  Cashflow vor Kapitaldienst  ÷  Kapitaldienst
Ein Wert von eins bedeutet, dass der Cashflow den Kapitaldienst exakt deckt – und damit, dass kein Puffer für Ertragsschwankungen, Zinsanstieg oder Investitionsbedarf besteht. Institute verlangen deshalb einen Sicherheitsaufschlag. Die konkreten Mindestwerte sind institutsspezifische Marktpraxis, nicht normiert, und variieren nach Branche, Zyklizität und Finanzierungsart.

Die aufsichtsrechtliche Verankerung ist eindeutig – und enthält den für Sie wichtigsten Satz des gesamten Regelwerks: Die Kreditwürdigkeitsprüfung hat auf die Rückzahlungsfähigkeit aus dem operativen Cashflow abzustellen; Sicherheiten sind sekundäre Rückzahlungsquelle und dürfen eine unzureichende Kapitaldienstfähigkeit nicht ersetzen (EBA/GL/2020/06, Abschnitt 5.2). Wer gegenüber der Bank mit dem Wert seiner Immobilie argumentiert statt mit seinem Cashflow, argumentiert auf der falschen Ebene – und signalisiert zugleich, dass er die Logik der Kreditvergabe nicht durchdrungen hat.

Der Nenner

Was zum Kapitaldienst zählt

Zinsaufwand zuzüglich vertraglicher Tilgung aller Finanzverbindlichkeiten – und zwar in wirtschaftlicher Betrachtung: einschliesslich Leasingraten in ihrem Zins- und Tilgungsanteil, Mietkaufraten, Factoringgebühren mit Finanzierungscharakter und bedienter Gesellschafterdarlehen. Wer nur seine Bankdarlehen rechnet, unterschätzt seine Belastung systematisch – und wird im Gespräch korrigiert, mit entsprechendem Glaubwürdigkeitsverlust im Soft-Fact-Modul.

Der Zähler

Wie die Kapitaldienstgrenze entsteht

Jahresüberschuss vor Zinsaufwand, zuzüglich Abschreibungen und Zuführungen zu langfristigen Rückstellungen, bereinigt um ausserordentliche und periodenfremde Posten, abzüglich Ertragsteuern, abzüglich der zur Substanzerhaltung erforderlichen Ersatzinvestitionen, abzüglich der Veränderung des Working Capital – und bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften abzüglich der Privatentnahmen einschliesslich der auf den Gewinn entfallenden Einkommensteuer des Inhabers.Methodisch sauber über die Kapitalflussrechnung nach DRS 21

Flankierend

Die begleitenden Kennzahlen

Dynamischer Verschuldungsgrad als Verhältnis der Nettofinanzverbindlichkeiten zum EBITDA, gelesen als theoretische Entschuldungsdauer in Jahren; Zinsdeckungsgrad als Verhältnis des EBIT zum Zinsaufwand; bei Projekt- und Objektfinanzierungen zusätzlich der Loan Life Coverage Ratio über die Restlaufzeit.

Rechtsfolge

Wenn sie dauerhaft entfällt

Die dauerhafte Unfähigkeit, den Kapitaldienst aus dem Cashflow zu erbringen, ist genau der wirtschaftliche Sachverhalt, den die CRR als Unwahrscheinlichkeit der vollständigen Erfüllung erfasst – mit der Folge der Einstufung als ausgefallen. Zivilrechtlich korrespondiert das Kündigungsrecht bei wesentlicher Verschlechterung der Vermögensverhältnisse.Art. 178 Abs. 1 lit. a CRR · § 490 Abs. 1 BGB

Die sechs typischen Rechenfehler: der Entnahmefehler – Gewinn ohne Abzug von Entnahmen und Einkommensteuer, der häufigste Fehler überhaupt; der Abschreibungsfehler – Abschreibungen vollständig für den Kapitaldienst verbraucht, sodass die Ersatzinvestition unterbleibt und die Ertragskraft zeitversetzt sinkt; der Working-Capital-Fehler – Wachstum bindet Liquidität, ein Betrieb kann bei steigendem Gewinn zahlungsunfähig werden; der Strukturfehler – tilgungsfreie Anlaufjahre und endfällige Strukturen verschieben die Belastung, sie beseitigen sie nicht, weshalb mehrjährig zu rechnen ist; der Zinsänderungsfehler – ohne Stressszenario weist die Rechnung eine Fähigkeit aus, die vom Kapitalmarkt abhängt; der Vergangenheitsfehler – der historische Cashflow ist Ausgangspunkt, gefordert ist der nachhaltig erzielbare.
Verzahnung mit dem Krisenrecht: Die Kapitaldienstfähigkeitsrechnung und die insolvenzrechtliche Prognoserechnung sind methodisch verwandt. Die drohende Zahlungsunfähigkeit stellt darauf ab, ob bestehende Zahlungspflichten bei Fälligkeit voraussichtlich nicht erfüllt werden können; die Überschuldung entfällt bei überwiegend wahrscheinlicher Fortführung – beides beruht auf einer Liquiditätsplanung. Zugleich verpflichtet das Sanierungs- und Restrukturierungsrecht die Geschäftsleiter haftungsbeschränkter Rechtsträger zur fortlaufenden Überwachung bestandsgefährdender Entwicklungen. Die integrierte Liquiditätsplanung, die Sie für Ihre Bank erstellen, ist zugleich das Instrument, mit dem Sie Ihre gesetzliche Krisenfrüherkennungspflicht erfüllen. Es sind nicht zwei Aufgaben, sondern eine.
§§ 17, 18, 19 InsO · § 15a InsO · § 1 StaRUG · IDW S 6 · IDW S 11 · IDW PS 270 n. F.
Der Kern der Beratung

Wo Unternehmer ihre Möglichkeiten verspielen

Die Fehler sind stereotyp. Sie kosten Ratingpunkte, Zinsmarge und Kreditzusagen – und fast alle sind ohne Geldeinsatz behebbar.

1. Verspätete oder unvollständige Einreichung

Der Jahresabschluss kommt im Oktober des Folgejahres, unterjährige Zahlen kommen auf Nachfrage, die Planung kommt gar nicht. Für die Bank ist das keine Nachlässigkeit, sondern Information: Wer seine Zahlen nicht kennt, steuert nicht. Zahlreiche Verfahren sehen bei Nichtvorlage einen automatischen Abschlag vor – Ihre Note verschlechtert sich, ohne dass sich an Ihrem Unternehmen etwas geändert hätte.

2. Die unkommentierte Zahl

Ein Ergebniseinbruch durch einen einmaligen Sondereffekt – Maschinenschaden, Rechtsstreit, Umstellungsaufwand – ist erklärbar und wird bei Erläuterung neutralisiert. Ohne Erläuterung unterstellt der Analyst die konservative Interpretation, nämlich strukturelle Ertragsschwäche. Sie bestrafen sich selbst durch Schweigen.

3. Vermeidung des Gesprächs bei schlechten Nachrichten

Wer eine Planabweichung erst offenbart, wenn die Linie ausgeschöpft ist, zerstört sein Vertrauenskapital vollständig – und Vertrauen ist im Modul „Transparenz und Informationsverhalten" unmittelbar bewertungsrelevant. Die aktive Information über eine schlechte Entwicklung wird besser bewertet als die passive Aufdeckung einer guten.

4. Die stille Dauerüberziehung

Sie kostet nicht nur Überziehungszinsen. Sie ist ein maschinell erfasstes Warnsignal ersten Ranges im Modul Kontoführung – und sie läuft, anders als eine Bilanz, jeden einzelnen Tag mit.

5. Vermischung privater und betrieblicher Sphäre

Unklare Gesellschafterverrechnungskonten, Entnahmen ohne Systematik, private Aufwendungen im Betrieb. Das trifft Hard Facts und Soft Facts gleichzeitig – und ist der Punkt, an dem der Analyst beginnt, auch dem Rest zu misstrauen.

6. Verzicht auf kostenlose formale Gestaltung

Gesellschafterdarlehen ohne qualifizierten Rangrücktritt gelten als Fremdkapital, obwohl sie mit Rangrücktritt das wirtschaftliche Eigenkapital und damit die Eigenkapitalquote erhöhen würden. Hier verschenken Sie Ratingpunkte durch das blosse Unterlassen einer Erklärung.

7. Fehleinschätzung der eigenen Rolle

Der Unternehmer erscheint als Bittsteller oder als Verkäufer seiner Produkte. Der Analyst braucht weder Bitten noch Produktbegeisterung, sondern Steuerungsnachweise. Wer mit Planung, Soll-Ist-Vergleich und Kapitaldienstfähigkeitsrechnung erscheint, verhandelt auf Augenhöhe; wer mit Zuversicht erscheint, verhandelt nicht.

8. Zu späte Befassung

Ratingverbesserung ist ein Prozess über Bilanzstichtage. Wer drei Wochen vor der Prolongation beginnt, kann nur noch Soft Facts und Aufbereitung beeinflussen – erheblich, aber eben nicht alles. Der richtige Zeitpunkt liegt vor dem Stichtag, nicht vor dem Termin.

Die Wirkungskette

Was die Note tatsächlich auslöst

Die Ratingnote ist kein Zeugnis. Sie ist ein Preisschild und ein Zugangsschlüssel.

Preis

Kondition

Der Kreditzins setzt sich zusammen aus Refinanzierungskosten, Standardrisikokosten, Eigenkapitalkosten, Betriebskosten und Marge. Verbessert sich Ihr Rating, sinken zwei dieser fünf Bestandteile – die Standardrisikokosten unmittelbar, die Eigenkapitalkosten mittelbar über die geringere Unterlegungspflicht.

Zugang

Entscheidungskompetenz

Die Note bestimmt, auf welcher Ebene im Haus entschieden wird: ob Ihr Betreuer allein votieren darf oder ob Marktfolge und Kreditausschuss einzubinden sind. Das entscheidet über Bearbeitungsdauer und Spielraum.

Besicherung

Sicherheitenlast

Ein schwächeres Rating muss über die Verlustquote kompensiert werden – durch mehr Sicherheiten. Was Sie an Note verlieren, zahlen Sie mit gebundenem Vermögen.

Struktur

Laufzeit und Covenants

Laufzeit, Tilgungsstruktur und die Frage, ob und welche Finanzkennzahlen als Nebenabreden vereinbart werden. Covenants sind kein Formalismus – ihre Verletzung löst Nachverhandlungs- oder Kündigungsrechte aus.

Förderung

Fördermittelzugang

Förderkredite folgen regelmässig dem Hausbankprinzip; die durchleitende Bank legt ihr eigenes Rating an. Die Note entscheidet mit darüber, ob eine Ausfallbürgschaft der Bürgschaftsbank in Betracht kommt.

Bestand

Fortsetzung der Verbindung

Eine wesentliche Verschlechterung der Vermögensverhältnisse berechtigt zur ausserordentlichen Kündigung; die Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Banken enthalten entsprechende Rechte. Zugleich verlangt die Rechtsprechung, dass die Kündigung nicht zur Unzeit und nicht rechtsmissbräuchlich erfolgt.§ 490 Abs. 1 BGB · ständige Rspr.

So arbeiten wir

Der Ratingcheck der IMS in fünf Schritten

Ziel ist nicht ein Gutachten für die Ablage, sondern eine belastbare Verhandlungsgrundlage für Ihr nächstes Bankgespräch.

Ratingdiagnose

Überführung Ihres Jahresabschlusses in eine Strukturbilanz nach Bankenlogik, Kennzahlenanalyse im Branchenvergleich, Ermittlung der Kapitaldienstfähigkeit mehrjährig und mit Stressszenario. Ergebnis: die Grössen, die Ihre Bank ohnehin errechnet – nur kennen Sie sie vorher.

Soft-Fact-Audit

Durchgang entlang der Module, die Institute tatsächlich abfragen: Führung und Nachfolge, Planung und Controlling, Transparenz, Marktstellung, Leistungswirtschaft, Nachhaltigkeit und Kontoführung. Festgestellt wird, was fehlt, was vorhanden aber nicht darstellbar ist, und was vorhanden und darstellbar ist.

Simulation der Notenwirkung

Durchrechnung einzelner Massnahmen auf ihre Wirkung: Was bringt der qualifizierte Rangrücktritt, was die Umschuldung der Kontokorrentinanspruchnahme in ein Darlehen, was die Verkürzung der Debitorenlaufzeit, was eine belastbare Planung. Priorisierung nach Wirkung je Aufwand.

Massnahmenplan

Getrennt nach sofort wirksamen Aufbereitungs- und Transparenzmassnahmen und mittelfristig wirksamen Struktur- und Bilanzmassnahmen, mit Verantwortlichkeiten und Terminen – ausgerichtet auf den nächsten Bilanzstichtag und den nächsten Prolongationstermin.

Bankgespräch und Bankendossier

Aufbereitung der Unterlagen zu einem Dossier, das der Analyst ohne Rückfragen verarbeiten kann, Vorbereitung der Argumentation entlang der zu erwartenden Einwände und auf Wunsch Begleitung des Gesprächs.

Mandatsformen: einmaliger Ratingcheck vor einem konkreten Anlass – Prolongation, Investitionsfinanzierung, Bankenwechsel, Nachfolge · begleitende Betreuung über den Bilanzstichtag hinweg · Zweitmeinung zu einer bestehenden Finanzierungsstruktur · Nachprüfung nach Umsetzung der Massnahmen. Einstieg ist die Erstberatung Rating für 390 EUR netto; weitergehende Leistungen bieten wir nach Aufwand gesondert an. Umfang, Rechtsform, Zahl der Bankverbindungen und Datenlage bestimmen den Aufwand.
Ihr Nutzen

Was Sie von der Ratingberatung haben

Klarheit

Note vorher kennen

Sie kennen die Grössen, die Ihre Bank errechnet, bevor das Gespräch beginnt – und wissen, wo Ihre Schwachstellen liegen.

Verhandlung

Auf Augenhöhe

Mit Planung, Soll-Ist-Vergleich und Kapitaldienstfähigkeitsrechnung verhandeln Sie über Ursachen statt über das Ergebnis.

Soft Facts

Ungenutzte Punkte heben

Was vorhanden, aber nicht dargestellt ist, wird sichtbar. Kostenlose Gestaltungen wie der qualifizierte Rangrücktritt werden genutzt.

Tempo

Weniger Rückfragen

Ein vollständiges, erläutertes Dossier erspart dem Analysten Nachfragen und Ihnen Wartezeit.

Steuerung

Doppelter Zweck

Die integrierte Liquiditätsplanung für die Bank ist zugleich Ihr Instrument zur Krisenfrüherkennung.

Unabhängig

Nur in Ihrem Interesse

Keine Provisionen von Banken oder Vermittlern. Erstberatung 390 EUR netto, weitergehende Leistungen nach Aufwand gesondert. Eine bestimmte Note oder Kreditzusage können und wollen wir nicht versprechen.

Rolle und Grenzen

Was wir tun – und was wir ausdrücklich nicht tun

Wer im Umfeld von Kredit und Bilanz berät, muss seine Grenzen kennen und benennen. Wir tun das ausdrücklich.

Keine Rechtsberatung

Rechtsdienstleistung

Wir stellen betriebswirtschaftliche Befunde fest und ordnen sie dem einschlägigen Regelwerk zu. Die rechtliche Würdigung des Einzelfalls, die Prüfung von Kündigungs- und Sicherheitenfragen sowie die Vertragsgestaltung bleiben Ihren Rechtsberatern vorbehalten.§§ 2, 3 RDG

Keine Steuerberatung

Hilfeleistung in Steuersachen

Wir erstellen keine Jahresabschlüsse und keine Steuererklärungen und beraten nicht in Steuersachen. Wir arbeiten auf der Grundlage der von Ihrem steuerlichen Berater erstellten Unterlagen und stimmen uns auf Wunsch mit ihm ab.§ 5 StBerG

Keine Vermittlung

Finanz- und Anlagevermittlung

Wir vermitteln keine Darlehen, keine Anlagen und keine Immobiliardarlehen und erhalten keine Provisionen von Kreditinstituten oder Vermittlern. Unsere Vergütung kommt ausschliesslich vom Mandanten – das ist die Voraussetzung dafür, dass wir in Ihrem Interesse beraten.§ 34c Abs. 1 GewO · § 34f GewO · § 34i GewO

Keine Zusage

Ratingnote und Kreditentscheidung

Eine Rating-Simulation ist eine Näherung an ein institutsspezifisches, nicht offengelegtes Verfahren. Sie ersetzt die Note Ihrer Bank nicht. Wir sagen weder eine bestimmte Note noch eine bestimmte Kreditentscheidung zu; die Entscheidung trifft allein das Institut.

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Gut vorbereitet auf das Rating

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Was ist ein Rating?

Aufbau eines Ratings, Hard Facts und Soft Facts, die typische Gewichtung mit rund 60 % Hard Facts, je nach Bank oder Agentur unterschiedlich, und warum ungenutzte Soft Facts Punkte kosten.

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Häufige Fehler und Bedeutung bei Kreditbedarf

Typische Fehler beim Rating, ihre Folgen für Kreditentscheid, Zins und Sicherheiten und eine Checkliste vor dem Bankgespräch.

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Häufige Fragen

Fragen und Antworten zum Rating

Wie läuft ein Bankrating ab?

Die Bank fordert Jahresabschluss, unterjährige Zahlen und Planung an, überführt den Abschluss in eine Strukturbilanz und berechnet daraus Kennzahlen. Danach bewertet sie die Soft Facts, meist im Gespräch mit der Geschäftsleitung, wertet Kontodaten und Warnsignale aus und verdichtet alles zu einer Ratingnote. Der Analyst kann die Note begründet übersteuern. Die Note wird mindestens jährlich und bei wesentlichen Änderungen überprüft.

Wie stark zählen Hard Facts und Soft Facts im Rating?

Typischerweise entfallen rund 60 % der Note auf Hard Facts; die Gewichtung ist je nach Bank oder Agentur unterschiedlich, denn jede Bank und jede Ratingagentur gewichtet nach ihrem eigenen Verfahren. Je kleiner das Unternehmen, desto höher ist in der Regel das Gewicht der Soft Facts.

Was sind Hard Facts?

Hard Facts sind die messbaren, quantitativen Grössen: Eigenkapitalquote, Ertragslage, Verschuldung, Cashflow, Kapitaldienstfähigkeit, Liquidität und Working Capital. Grundlage sind Jahresabschluss, BWA und Summen- und Saldenliste als Ist-Daten sowie Plan-Erfolgsrechnung, Planbilanz und Liquiditätsplanung als Zukunftsdaten.

Was sind Soft Facts?

Soft Facts sind qualitative Faktoren: Qualität von Führung und Nachfolgeregelung, Planung und Controlling, Transparenz und Informationsverhalten gegenüber der Bank, Markt- und Wettbewerbsposition, Leistungswirtschaft, Nachhaltigkeit, Risiken und Versicherungsschutz sowie das Kontoführungsverhalten.

Worin unterscheidet sich ein Bankrating vom Rating einer Ratingagentur?

Das Bankrating erstellt die Bank selbst mit ihrem internen, aufsichtsrechtlich geprüften Verfahren; es dient ihrer Kreditentscheidung und Preisfindung und wird nicht veröffentlicht. Ein Agenturrating beauftragt und bezahlt in der Regel das Unternehmen selbst; Analysten gewichten die Faktoren im Einzelfall, und das Ergebnis richtet sich an Investoren, Geschäftspartner oder den Kapitalmarkt. Für die meisten Mittelständler ist das Bankrating das entscheidende.

Kann man sein Rating kurzfristig verbessern?

Die Hard Facts eines abgeschlossenen Geschäftsjahres sind nicht mehr veränderbar. Soft Facts, die Aufbereitung der Unterlagen, die Erläuterung von Sondereffekten und formale Gestaltungen wie ein qualifizierter Rangrücktritt lassen sich dagegen oft innerhalb weniger Wochen verbessern. Strukturelle Verbesserungen wirken über den nächsten Bilanzstichtag.

Welche Unterlagen werden für den Ratingcheck benötigt?

In der Regel die Jahresabschlüsse der letzten Geschäftsjahre, die aktuelle BWA mit Summen- und Saldenliste, vorhandene Planungsrechnungen, Kredit- und Sicherheitenverträge sowie eine Übersicht der Bankverbindungen. Vor der Übermittlung schliessen wir eine Vertraulichkeitsvereinbarung.

Was kostet die Ratingberatung?

Der Einstieg ist die Erstberatung Rating für 390 EUR netto. Die Erstberatung findet online per Videokonferenz statt und umfasst höchstens 90 Minuten. Weitergehende Leistungen bieten wir nach Aufwand gesondert an. Den Aufwand bestimmen Umfang, Rechtsform, Zahl der Bankverbindungen und Datenlage.

Garantiert die Ratingberatung eine bessere Note oder einen Kredit?

Nein. Eine Rating-Simulation ist eine Näherung an ein institutsspezifisches, nicht offengelegtes Verfahren. Wir sagen weder eine bestimmte Note noch eine Kreditentscheidung zu; die Entscheidung trifft allein das Kreditinstitut.

Wer führt die Ratingberatung durch?

Die IMS New Technologies AG mit Sitz in Herisau. Wir arbeiten unabhängig von Banken und Vermittlern und erhalten keine Provisionen.

Wie läuft die Erstberatung Rating ab?

Die Erstberatung Rating kostet 390 EUR netto pauschal. Sie buchen und bezahlen online, danach melden wir uns zur Terminabstimmung, und Sie sprechen mit uns in der Videokonferenz. Die Erstberatung findet online per Videokonferenz statt und umfasst höchstens 90 Minuten. Weitergehende Leistungen bieten wir nach Aufwand gesondert an.

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Erster Schritt

Erstberatung Rating – 390 EUR netto

Die Erstberatung findet online per Videokonferenz statt und umfasst höchstens 90 Minuten. Weitergehende Leistungen bieten wir nach Aufwand gesondert an.

Erstberatung Rating

390 EUR netto, pauschal

Wir besprechen Ihre Ausgangslage und den Anlass, etwa Prolongation, Investition, Bankenwechsel oder Nachfolge, und klären, welche Unterlagen und Schritte für Ihr Rating sinnvoll sind.

Erstberatung buchen – 390 EUR

Vorkasse: Sie buchen und bezahlen online über Stripe, die Beratung beginnt nach Zahlungseingang. Preis netto zuzüglich der gesetzlich geschuldeten Steuer. Auf Wunsch erhalten Sie stattdessen eine Vorkasse-Rechnung, Anfrage an info@rating-check.com. Nur für Geschäftskunden.

Ablauf

In drei Schritten zur Erstberatung

Buchen und bezahlen

Online über den Button „Erstberatung buchen“, Zahlung vorab.

Terminabstimmung

Nach der Zahlung melden wir uns bei Ihnen zur Terminabstimmung.

Videokonferenz

Die Erstberatung findet online per Videokonferenz statt, höchstens 90 Minuten.

Ratingcheck anfragen – Erstgespräch vereinbaren

Schildern Sie uns kurz Ihre Ausgangslage: Rechtsform, Branche, Grössenordnung, Zahl der Bankverbindungen und den Anlass – Prolongation, Investition, Bankenwechsel oder Nachfolge. Sie erhalten kurzfristig einen Vorschlag für Umfang und Ablauf. Einstieg ist die Erstberatung Rating für 390 EUR netto; weitergehende Leistungen nach Aufwand gesondert.

info@rating-check.com

Unsere Leistungen richten sich ausschliesslich an Geschäftskunden. Vor Übermittlung von Jahresabschlüssen, Planungsrechnungen oder Bankunterlagen schliessen wir eine Vertraulichkeitsvereinbarung; die Kontaktaufnahme selbst erfolgt ausschliesslich per E-Mail.

Fragen und Kommentare

Sie haben eine Frage oder einen Hinweis zu dieser Seite? Schreiben Sie uns. Ihre Nachricht geht per E-Mail an info@rating-check.com. Kommentare werden nicht automatisch veröffentlicht.

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